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30. März 2011

"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen"

Jetzt berichtet er in seinem Buch von den dramatischen Umwälzungen der Wendemonate, räumt mit einer Reihe von Legenden und Irrtümern auf, welche u. a. die Rolle des Runden Tisches, die wirtschaftliche Situation der DDR zu ihrem Ende hin oder die Bedeutung der Politik in der Bundesrepublik und der demokratischen DDR nach dem 18. März 1990 für das Gelingen des Einheitsprozesses betreffen. De Maizière schildert sein Verhältnis zu Helmut Kohl, schreibt von seiner Freundschaft mit Gregor Gysi, von den Stasi-Vorwürfen und schließlich von seinem Rückzug aus der Politik im Herbst 1991.

"Ich will, dass meine Kinder nicht mehr lügen müssen" ist ein Bericht aus der ersten Reihe der Geschichte, der bis dato unbekanntes über den politischen Alltag während der revolutionären Monate von 1989/90 verrät und es ist gleichzeitig eine Würdigung der demokratischen DDR zwischen März und Oktober 1990. Im Vorwort macht Michael Gorbatschow deutlich, „es ist dringend nötig, auch die Sicht von Lothar de Maizière auf die Ereignisse von 1989/90 zur Kenntnis zu nehmen, um ein umfassendes Bild von der Geschichte zu erhalten und daraus Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen.“

Lothar de Maizière wurde 1940 geboren und war vom 12. April bis 2. Oktober 1990 der erste demokratisch gewählte und zugleich letzte Ministerpräsident der DDR. Im Oktober 1991 folgte sein Rückzug aus der Politik. Seitdem arbeitet er in seiner Anwaltskanzlei in Berlin, mit Spezialisierung auf Fragen zur Wiedervereinigung.
(Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung)

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