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28. Oktober 2009

Vortrag informierte über Märtyrer zweier Diktaturen

Den Auftakt einer Vortragsreihe der Jungen Union und Frauen Union Nordhausens am vergangenen Dienstagabend im Kapitelsaal des Nordhäuser Doms bildeten Einblicke in das außergewöhnliche Lebensschicksal des christlichen Gewerkschafters und Politikers Hugo Dornhofer (1896-1977). Dieser unbeugsame Demokrat während der Zeit der NS-Diktatur sowie des SED-Regimes erlebte die totalitären Systeme des vergangenen Jahrhunderts in aller Härte und blieb trotzdem bis zum Lebensende seiner freiheitlich–demokratischen Grundüberzeugung treu. Eine Ausstellung im Dom hatte bereits in den vergangenen Wochen darüber informiert. Vorbereitet wurde der Abend von Nachkommen der Familie Dornhofer.

 

Nach der Begrüßung durch Urenkel Martin Biesenbach informierte der Geschäftsführer der Hugo-Dornhofer-Stiftung Bernhard Schauer in einem Vortrag über Leben, Wirken und Bedeutung dieser Ausnahmepersönlichkeit. Enkelin Christa Biesenbach zitierte aus den Aufzeichnungen Dornhofers von 1948, in denen er drastisch über die Brutalität der SS und das Leiden der Häftlinge im KZ Mittelbau-Dora berichtete. Er war dort von 1943 bis 1945 als Zivilarbeiter zwangsverpflichtet. Aus Sicht des Enkels schilderte anschließend Siegbert Dornhofer seine Wahrnehmung des Großvaters, über dessen Vergangenheit er erst nach 1989 aus Publikationen erfuhr. Urenkelin Claudia Heber schloss mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit weiterer Aktivitäten der Stiftung und des sich jüngst gegründeten Fördervereins. Mehr unter www.dornhofer-stiftung.de.

Bernhard Schauer

Geschäftsführer




21. August 2009

Podiumsgespräch mit Bundestagskandidaten

Am Donnerstag, den 10. September 2009, um 20.00 Uhr werden die Direktkandidaten von CDU, Die Linke, SPD, FDP und Grüne des Bundestagswahlkreises Eichsfeld-Nordhausen-Unstrut-Hainich I im Marcel-Callo-Haus (Lindenallee 21) in Heilbad Heiligenstadt im Rahmen eines moderierten Podiumsgesprächs ihre politischen Konzepte vorstellen und Fragen der Bürger beantworten.

Die Hugo-Dornhofer-Stiftung möchte alle Interessierten herzlich dazu einladen.




21. Juli 2009

Ausstellungseröffnung "Hugo Dornhofer - unbeugsamer Demokrat in zwei Diktaturen"

Am Montag, den 27. Juli 2009, um 18.00 Uhr wird im Foyer des Bürger- und Behördenhauses "Roter Hirsch" in Saalfeld eine Ausstellung über den Thüringer Demokraten Hugo Dornhofer (1896-1977) eröffnet. Dazu wird auch der Thüringer Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit Jürgen Reinholz erwartet.

Die Ausstellung zeigt ein deutsches Schicksal vor dem Hintergrund der  Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Als christlicher Gewerkschafter und Demokrat lehnte Dornhofer vehement sowohl das NS-Regime als auch die nachfolgende stalinistisch geprägte Diktatur ab und nahm die damit verbundene Gefährdung seiner persönlichen Existenz bewusst in Kauf. Der überwiegende Teil der Ausstellung dokumentiert seinen kompromisslosen Widerstand gegen die Gleichschaltung der CDU in der SBZ/DDR, der in einer mehrjährigen Zuchthausstrafe mündete.

Der Geschäftsführer der Hugo-Dornhofer-Stiftung Bernhard Schauer sieht den wichtigsten Zweck der Ausstellung darin, "das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die freiheitliche Demokratie einer stetigen Zuwendung und Aufmerksamkeit bedarf und gegenüber Rechts- und Linksextremisten verteidigt werden muss."    





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